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Bericht des Treffens des Arbeitskreises Logopädie vom
09.-10.05.2007 in Klosterneuburg / Wien Im Rahmen der diesjährigen
Jahrestagung der DMGP fand der Arbeitskreis Logopädie vom 9.-10 Mai 2007
in Klosterneuburg in der Nähe Wiens im Rehabilitationszentrum der AUVA
Weißer Hof statt. Eine Gruppe von 9 Logopäden aus der Schweiz,
Österreich und Deutschland trafen trotz überfüllter Busse rechtzeitig am
Weißen Hof ein. Da schon beim Arbeitskreis 2006 die Themen für dieses
Jahr festgelegt wurden hatten wir ein volles Programm! Die KollegInnen
kamen sehr gut vorbereitet mit Ihren Präsentationen und Ihrem Wissen
angereist und der Tag begann gleich nach einem Schluck Kaffee mit dem
ersten Thema: Den Beginn der Vorträge machte R. Müller-Busch (UK
Berlin) mit dem Thema TKM und Dysphagietherapie bei SHT und
Halsmarkverletzungen Sie stellte die unterschiedlichsten
Problematiken die in der Akutphase auftreten können vor. Anhand einer
sehr ausführlichen Videodokumentation über den Verlauf der logopädischen
Therapie bei einer jungen Patientin mit Diagnose Hirnstamminsult,
Querschnittsymptomatik mit hochgradiger Dysphagie wurden
unterschiedlichste Therapieansätze besprochen. Der Verlauf der
Rehabilitation der Patientin war sehr beeindruckend. Anfangs der
Therapie mussten ungünstige Ausgangssituationen wie: fixierte
Kopfextension, Schwellungen im Nasen-Rachenbereich, Nasensonde und
Kanüle, deutliche Peristaltikschwäche im Hypopharynx bewältigt werden.
Durch die hohe Motivation der Patientin waren viele unterschiedliche
therapeutische Maßnamen möglich. Ein Schwerpunkt in der Therapie das
Kauen mit/ohne Nahrung. Therapieansätze: Cranio Sacral Therapie,
F.O.T.T., Mendelson Manöver Im Laufe der Präsentation stellte sich die
Frage, ob ein Biofeedbackgerät unsere Therapie unterstützen kann, und ob
ein isoliertes kraftvolles Schlucken zu einer Verbesserung des
Schluckvorganges führt!? Ein Kollege berichtete dass bei Ihnen im Haus
festgestellt wurde, dass die Öffnung des Oesophagus durch das Training
des kraftvollen Schluckens sich nicht verbessert. Besonders bei hohen
Rückenmarksverletzungen ist die Öffnung des oberen Oesophagus oft
beeinträchtig und somit ein Therapieschwerpunkt.
Der nächste Vortrag war der erste Vortrag mit dem Themenschwerpunkt
"Stimmstörungen bei QS und ihre logopädische Betreuung"
Stimmrehabilitation bei QS mit Rekurrensparese L. Reinhardt
(Zentralklinikum Bad Berka) schilderte uns Ihre Erfahrung mit
Stimmbandlähmung bei QS vor allem nach operativen Maßnahmen. Durch die
Zusammen- arbeit mit dem Phoniater des Klinikum Weimar lernten die
unterschiedlichsten operativen Methoden kennen, die bei Patienten mit QS
immer mehr an Bedeutung gewinnen. Eindrucksvolle Bilder rundeten Ihren
Vortrag ab. In der anschließenden Diskussion sprachen wir über unsere
Erfahrung mit chirurgischen Eingriffen im Kehlkopf, mit besonderer Sorge
der Atemfunktion. Passend vor dem Mittagessen erzählte uns A. Farr (SRH
Klinikum Karlsbad) über Das Oralisierungsmanagement im Klinikum
Karlsbad Er präsentierte uns die Zusammenarbeit von LogopädInnen,
DiätassistentInnen und Küchenpersonal aus dem Klinikum Karlsbad. Seit
1997 gibt es für Patienten mit Schluckproblemen ein Diätprogramm welches
mit DiätassistentInnen und LogopädInnen besprochen und von der Küche
zubereitet wird. Es zeigt sich, dass 10% aller täglichen Patientenessen
ein Dysphagiediätplan bekommen. Die Patienten werden in 3 Schlucktypen
eingeteilt und in einem Leitlinienbogen wird auch eingetragen, wie die
Vergabe der Nahrung zu folgen hat. Dies wird vom Logopäden
unterzeichnet. Trotz intensiver Zusammenarbeit kommt es zeitweise zu
Fehlern: Essenskarten müssen ausgefüllt sein, die Diätstufe wird nicht
immer eingehalten, durch längeres Stehen verändert sich die Konsistenz,
stetige Kontrolle nicht möglich. In Karlsbad werden jedoch von den
Kollegen Fortbildungen und Vorträge im Bereich der Pflegeschule und im
Spital gehalten sowie interne Treffen 1x/Monat abgehalten. Nach der
Mittagspause ging es weiter mit dem Oralisierungsmanagement, diesmal aus
Greifswald. Oralisierungsmanagement M. Kluge (NRZ Greifswald)
stellte uns die Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen im Bereich
des Oralisierungsmanagement im NRZ vor. Der Patient wird von einer
Logopädin ca. 1 Woche beim Essen begleitet – "therapeutisches Essen" und
dann wird es an die Pflege weitergegeben. Dies bedeutet jedoch für die
Logopäden einen extremen Zeitaufwand! Es werden auch für Angehörige und
Patienten 2 - 3x im Jahr Vorträge und Schulungen gehalten! Als letzter
Vortrag des ersten Tages noch einmal Stimmtherapie Stimmtherapie
mit Stromtherapie bei QS M. Kluge (NRZ Greifswald) präsentierte
uns anhand eines Patienten den Ablauf einer Stromtherapie bei
Recurrensparese. Es wird mit Gleichstrom und mit Exponentialstrom
gearbeitet. Gleichstrom ca. 10-12 Min um die Sensibilität bzw. die
Durchblutung zu fördern. Exponentialstrom ca. 5-10 Min. für 40
Kontraktionen so dass keine Ermüdungserscheinungen auftreten. Zusäzlich
macht der Patient unterschiedlichste Stimmübungen. Elektrostimulation
sollte immer mit Stimme erfolgen sonst hat es keine Auswirkung! Im
Rahmen der Präsentation stellte sich die Frage: Wie und wann setzt man
die Stimme bei der Elektrostimulation am effizientesten ein? Stimme
sollte mit Strom gleichzeitig einsetzen! Um den Tag richtig abzurunden
traf sich am Abend, nach einer kleinen Wanderung durch den verregneten
Wienerwald, der AK Logopädie bei einem Wiener Heurigen. Die
Heurigenschmankerln mundeten jedem! Am zweiten Tag startete der
Arbeitskreis mit einem Vortrag von einem Physiotherapeuten und unserem
Logopäden, über die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der "Atemgruppe"
am Weißen Hof. Aus diesem Grunde lauschten wir gemeinsam mit den
KollegInnen aus der Physiotherapie den Ausführungen und durften sogar im
zweiten Teil, wie bei einem Workshop, selbst aktiv werden!
Atemtherapie bei Tetraplegikern: H. Trimmel und R. Seidler (RZ Weißer
Hof Klosterneuburg) 1. Teil - Inhalt: die Pathomechanismen bei
Tetraplegie, die Therapieansätze und die passenden Maßnahmen
2. Teil – Patientendemonstration mit der Möglichkeit selbst Hand an zu
legen und erste Erfahrungen zu sammeln. Am Ende unseres Arbeitskreises
widmeten wir uns der Vorbereitung für den nächsten DMGP.
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Vorschläge für Themen des AK Logopädie
2008
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ICF: Vorstellung, Probleme, welche
Bereiche, Formen, Zieldefinition, etc.
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Vorschläge von Themen für den kommenden
Kongress in Rostock 2008
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Atemtherapie interdisziplinär
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Pat. und Kanüle
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Eyegace (Klinikum Karlsbad –
Lagensteinbach Intensivstation)
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Oralisierungsmanagement (Karlsbad –
Lagensteinbach)
Vielen Dank an die KollegInnen für die Themenpräsentationen und auch
für die spannenden und interessanten Diskussionen. M. Sponer |