Arbeitskreis Sozialdienste

 

 Aktuelles

 

Protokoll - Arbeitskreistreffen Sozialdienste im Rahmen der
19. Jahrestagung der DMPG in Hamburg 2006
Tagungsort: Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg

Datum: 25.- 26. Oktober 2006
Anwesende: 20 Personen Adressliste: beigelegt
Leitung des AK: Monika Schlünsen, Protokoll: Monika Schlünsen

Arbeitskreis Sozialdienst: Mittwoch, den 25.10.2006 - 14.00 bis 18.00 Uhr

Am ersten Tag hörten wir zwei Vorträge zu dem Thema: "Berufliche Wiedereingliederung - wie geht's".

Frau E. Vogler, Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg

stellte uns das BWV Heidelberg-Wieblingen vor und informierte uns über die Möglichkeiten der beruflichen Wiedereingliederung. Es wurden uns die verschiedenen Modelle der Rehabilitation vorgestellt, u.a. die 3-jährigen Erstausbildungen für Kaufleute sowie die 5-monatigen Qualifizierungsmaßnahmen und die Trainingsmaßnahmen mit Coaching. Frau Vogler wies daraufhin, dass Wieblingen auch für pflegebedürftige Menschen eine Möglichkeit der beruflichen Rehabilitation bietet.

Herr G. Laritz, Agentur für Arbeit Mannheim

hielt anschließend einen Vortrag über die Förderung der Teilhabe behinderter Menschen durch die Arbeitsagenturen nach SGB III und SGB IX. Hier war insbesondere Thema die Leistungen der Arbeitsagenturen bei ALG I und ALG II Beziehern. Herr Laritz wies daraufhin, dass die Reha-Abteilungen der Arbeitsagenturen keine Möglichkeiten mehr haben, eine Beratung noch während der stationären Behandlung im Krankenhaus durchzuführen.

Die sich anschließende Diskussion anhand von Fallbeispielen ergab, dass die Chancen auf eine berufliche Rehabilitation, gefördert durch die Agentur für Arbeit, sich sehr verschlechtert haben. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, noch während der stationären Rehabilitation entsprechende Anträge zu stellen, da davon ausgegangen werden muss, dass die Agentur für Arbeit frühestmöglich die Erwerbsminderung prüfen wird und berufsfördernde Leistungen bei Grundsicherung nur gewährt werden, sollte sich an dem gesundheitlichen Zustand des Antragstellers etwas ändern.

Arbeitskreis Sozialdienst. Donnerstag, den 26.10.2006 - 9.00 bis 13.00 Uhr

Der zweite Tag stand unter dem Thema „Haftungsgrundsätze bei Privat- und Arbeitsunfällen".

Herr K. Brenken, Rechtsanwalt

erläuterte die Schadensersatzansprüche gegen Haftpflichtversicherer eines Schädigers, bzw. Versicherungsleistungen bei Arbeitsunfällen und Sportunfällen. Anhand verschiedener Fallbeispiele erklärte er uns die Entschädigungsleistungen der Versicherer im Hinblick auf die materiellen und immateriellen Ansprüche der Geschädigten. Es wurde deutlich gemacht, dass der Geschädigte zuerst seine Ansprüche gegenüber den gesetzlichen Sozialversicherungen anmelden muss, bevor Haftpflichtansprüche geltend gemacht werden.

Herr N. Neumann, GenRe Rehabiliationsdienst Köln

beschrieb in seinem Vortrag die Aufgaben eines Reha-Dienstes und dessen Möglichkeiten einer Unterstützung bei der sozialen und beruflichen Rehabilitation eines schwerverletzten Menschen. Die Einschaltung eines Reha-Dienstes geschieht immer im Auftrag der zuständigen Haftpflichtversicherung und im Einvernehmen mit dem Geschädigten. Bei den Leistungen der Reha-Dienste handelt es sich z.B. um die Beratung bezüglich baulicher Anpassungsmaßnahmen, Hilfe bei der beruflichen Wiedereingliederung und der pflegerischen Versorgung im häuslichen Bereich. Es wurde betont, das der Reha-Dienst die berufliche und soziale Rehabilitation organisiert und begleitet. Für finanzielle Entschädigungsleistungen sind nur die Versicherungen selbst Ansprechpartner. Die anschließende Diskussion ergab, dass bei Haftpflichtschäden frühzeitig mit den Betroffenen und ihren Angehörigen Gespräche über eventuell notwendige Hilfe durch die Beratung eines Anwaltes geführt werden sollten.

Den Abschluss bildete eine „round table Diskussion" zu aktuellen Themen sowie den Themenschwerpunkten für Wien 2007.

Themen für die nächste AK-Sitzung am 9. und 10. Mai 2007 in Wien

Folgende Themen wurden für die nächste Sitzung vorgeschlagen:

-Einblick in die unterschiedlichen Sozialversicherungssysteme
-Arbeitsplatzbeschreibung im Vergleich

Bedanken möchte ich mich bei allen Teilnehmern und Vortragenden, die zum Gelingen des Arbeitskreises beigetragen haben. Ein besonderes Dankeschön dem GenRe Rehabilitationsdienst Köln, der uns an unserem Gemeinschaftsabend ein tolles Buffet gesponsert hatte.

 

Monika Schlünsen, Hamburg