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Presseinformation
Versorgung
Querschnittgelähmter gefährdet Initiative
Querschnittlähmung protestiert gegen Entscheidung des
Gesundheitsausschusses zum Fallpauschalengesetz „Die Initiative Querschnittlähmung vertritt die Querschnittgelähmtenzentren, die in Deutschland Querschnittgelähmte behandeln“, sagt Dr. Klaus Röhl, Direktor des Zentrums für Rückenmarksverletzte der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost in Halle und Vertreter der Initiative. „Unser Ziel ist die Verbreitung von Informationen über die Erscheinungsbilder der Querschnittlähmung, deren Ursachen und Behandlung sowie die Information über die spezialisierten Behandlungszentren und ihre Behandlungsmethoden. Darüber hinaus wollen wir auf die Gefahren hinweisen, die durch das neue Fallpauschalengesetz dem bisherigen Behandlungsstandard bei Querschnittlähmung drohen.“
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Presseinformation
Querschnittlähmung
kann jeden treffen Initiative
Querschnittlähmung startet bundesweite Kampagne Hamburg,
im Dezember 2001 - „Querschnittlähmung kann jeden treffen“ - mit
diesem Slogan startet die „IQ Initiative Querschnittlähmung“
jetzt eine bundesweite Medienkampagne. Mit Anzeigen und
Presseinformationen will die Initiative, die alle 24 Querschnittzentren
in Deutschland vertritt, auf das Krankheitsbild Querschnittlähmung,
seine Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam machen und über
die Arbeit der Querschnittgelähmtenzentren informieren. Jährlich
werden allein in Deutschland 1.600 Menschen neu mit der Diagnose
Querschnittlähmung konfrontiert. Die Zentren bieten eine
hochspezialisierte interdisziplinäre Versorgung der Betroffenen. Ihre
Arbeit ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. „IQ“
ist ein Projekt der Deutschsprachigen medizinischen Gesellschaft für
Paraplegie e.V. (DMGP e.V.) und wurde ins Leben gerufen, um die
Interessen der Querschnittzentren und ihrer Patienten in der Öffentlichkeit
zu vertreten. „In Deutschland gibt es kaum Aufklärung über die
Ursachen der Querschnittlähmung, ihre vielfältigen Begleiterkrankungen
und Folgeschäden sowie über die äußerst komplexen Behandlungsabläufe“,
sagt Dr. Gerhard Exner, Chefarzt des Querschnittzentrums am
Unfallkrankenhaus Hamburg und Vertreter der Initiative. „Die
Querschnittzentren leisten eine hochspezialisierte Arbeit, ohne die eine
optimale Versorgung der Querschnittgelähmten in Deutschland nicht möglich
wäre.“ Ein
wichtiges Ziel der Initiative ist es, aus dem neuen Krankenhausentgeltsystem,
das mit dem Fallpauschalengesetz im kommenden Jahr eingeführt werden
soll, ausgenommen zu werden. „Querschnittlähmungen passen nicht
ins Korsett der Fallpauschalen“, sagt Dr. Klaus Röhl, Chefarzt des
Zentrums für Rückenmarksverletzte der Berufsgenossenschaftlichen
Kliniken Bergmannstrost in Halle. „Die Querschnittlähmungen erfordern
eine äußerst sorgfältige, umfassende und
oft langwierige Behandlung. Es wäre absolut unverantwortlich den
Patienten gegenüber, diese Therapie aus Kostengründen abzukürzen.“
Die
Einführung des Australischen DRG-System, so die Initiative, sei trotz
einer zeitlichen Übergangsphase in den hiesigen Querschnittzentren
nicht möglich. Eine sachgerechte Durchschnittspauschale (Casemix) zur
Abrechnung der Behandlungskosten Querschnittgelähmter gegenüber
den Kassen sei denkbar. Nahezu jeder Fall sei ein höchst eigenwilliger
Fall für sich, so dass die Zuordnung zu einer Fallpauschale unmöglich
sei. Die Diagnose- und Prozedurenschlüssel zur Behandlungstransparenz
seien ungeeignet, weil bei den Fällen keine Zuordnung zu Fallgruppen
mit statistisch signifikanter Aussagekraft abzuleiten sei. „Mit
dem neuen Fallpauschalengesetz kann der bisherige Behandlungsstandard
bei Querschnittlähmung in keiner Form gehalten werden“ betont
auch Dr. Exner. „Deshalb ist ein wichtiges Ziel der Initiative, für
die Querschnittzentren eine Lösung zu erzielen, die ohne die
Fallpauschalen auskommt“.
Weitere
Informationen: Deutschsprachige
Medizinische Gesellschaft Paraplegie e.V. Beauftragter
für die Sektion Deutschland und Chefarzt des Querschnittgelähmtenzentrums Berufsgenossenschaftliches
Unfallkrankenhaus Hamburg Dr.
med. Gerhard Exner, Bergedorfer
Straße 10, 21033 Hamburg Tel.
040 – 7 30 62 600, Fax 040 – 7 30 62 620 Berufsgenossenschaftliche
Kliniken Bergmannstrost Direktor
des Zentrums für Rückenmarksverletzte Dr.
Klaus Röhl, Merseburger Straße 165,
06112 Halle / Saale Tel.
0345 – 1 32 63 11, Fax 0345 – 1 32 63 13 mail:
klaus.roehl@bergmannstrost.com Kontakt: RAIKE
Kommunikation GmbH Angela
Mußler, Hohe Bleichen 28, 2354 Hamburg Tel.
040 – 34 80 92 12, Fax 040 – 34 80 92-11 mail:
mussler@raikekommunikation.de
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