Protokoll: "DRG-Aktivitäten und aktueller Stand"

Autor:  Gerhard Exner


1.

Mit Schreiben vom 06. November 2001 hat der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften beim Vorsitzenden des Bundestagesausschusses für Gesundheit, Herrn Klaus Kirschner, MdB, in Berlin einen Ergänzungsvorschlag zum Entwurf eines Gesetzes zum diagnoseorientierten Fallpauschalensystem für Krankenhäuser (FPG) eingereicht. In diesem Vorschlag geht es kurzgefaßt darum,

a) daß in dem Kabinettsentwurf auf die Einbeziehung der Einrichtungen der gesetzlichen Unfallversicherung verzichtet werden soll,
b) daß das DRG-Vergütungssystem keine Anwendung auf die Abrechnung von Leistungen im Rahmen der Behandlung von schweren Unfallverletzungen insbesondere von Polytraumen, Brandverletzungen, Schädel-Hirn-Verletzungen und Querschnittlähmungen finden soll.
Dieses ist sicher eines der wichtigsten Schritte gewesen für den Erfolg unserer Sache.

 

2. Anläßlich der Aktivitäten der BGW, insbesondere des Vorstandes dieser Berufsgenossenschaft, hat ein Gespräch stattgefunden mit Herrn Kirschner (siehe oben) am 29. November 2001. Verhandelt für unsere Sachen haben der stellv. Geschäftsführer der BGW, Herr Dr. Hubert Erhard,das Vorstandsmitglied der BGW, Herr Wolfgang Lies und ich.
Unsere Gesprächspartner waren Herr Klaus Kirschner, Vorsitzender des Bundestags-auschusses für Gesundheit im Bundestag sowie seine zwei Stellvertreter. Vorab fand ein Gespräch statt mit einem Referenten des Bundestagsausschusses für Gesundheit, Herrn Dr. Piontek. Im folgenden gebe  ich meinen Eindruck dieses Gespräches wieder:

In dem Gespräch mit dem Referenten Herr Dr. Piontek wurde unsere schriftlich abgefaßte Argumentation nochmals übergeben. Dabei handelt es sich um ein Papier, das eine Begründung abliefert, warum die Behandlung von Brandverletzten, Schädel-Hirn-Traumatisierten und Querschnittgelähmten sich mit den bestehenden Instrumenten des SGB V nicht darstellen läßt (Anlage 3). Des weiteren habe ich überreicht die Broschüre von Klaus Röhl und Jörg Giesecke, um ein möglichst kurzgefaßtes Informationspaket, das übersichtlich gestaltet ist, als Grundlage zur Diskussion zu haben. Diese Unterlagen sind sicher vorab schon im Ausschuß bekannt gewesen, wurden aber durch die persönliche Übergabe, wie ich denke, brisanter.
In dem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Bundestagsausschusses, das von 21.00 Uhr bis Mitternacht dauerte, ist es m. E. gelungen, die besondere Problematik dieser Personengruppen zu vermitteln. Auf der Gegenseite wurde mehrfach mitgeteilt, daß die Problematik erkannt worden ist und, daß man auch dankbar sei für diese spezielle Darstellung. Herauszuhören bei der Diskussion war, daß möglicherweise die Herausnahme der Kliniken der VBGK aus der gesetzlichen Regelung mehr Schwierig-keiten verursachen würde, als die Anerkennung der besonderen Patientengruppen, insbesondere aufgrund ihrer nicht möglichen Abbildbarkeit im vorgesehenen Entgelt- system.
Der Bedarf nach vermittelbarer Ergebnisqualität wurde signalisiert. Das heißt, nach wie vor wird es für uns sehr notwendig sein, Qualitätsnachweise unserer bisherigen Behandlungen vorzulegen.
Auf Vermittlung von Herrn Lies wurde in Aussicht gestellt, daß Mitglieder des Bundes-tagsausschusses einen Besuch in den Spezialzentren im Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg machen wollen, um sich über die aktuelle Lage zu informieren. Dies sollte im Januar 2002 stattfinden.

Fazit:

Ich halte unsere Sache für nicht aussichtslos, wir sammeln Punkte.

 

3. Die Kooperation mit der Fa. RAIKE Kommunikation in Hamburg hat begonnen. Erste Aktivitäten werden durchgeführt und kosten Geld. Das in Greifswald eingerichtete Konto für diese gemeinsamen Aktionen ist eröffnet unter der Führung von Deters. Zeichnungsberechtigt sind Deters, Röhl und ich. Damit entsprechende Transaktionen durchgeführt werden können, ist es notwendig, kurzfristig Geld zu überweisen, worum ich herzlich bitte. Zur vereinbarten Höhe verweise ich auf die bisherigen Abmachungen (siehe Protokoll Lingenfelder).

 

Bankverbindung: Bündnis I. Q.
Sparkasse Vorpommern
BLZ: 150 50 500
Kto.-Nr.: 236 001 310

 

Bzgl. der Einzelaktivitäten der letzten Zeit im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit beziehe ich mich auf den Bericht von Klaus Röhl.

 

Dr. G. Exner
03.12.2001 dr.ex/hem